Grundidee
Was ist ein Entnahmeplan?
Ein Entnahmeplan ist das Gegenstück zum Sparplan: Statt regelmäßig Geld einzuzahlen, wird regelmäßig Geld aus einem vorhandenen Kapitalstock entnommen. Das Kapital kann dabei weiter Rendite erwirtschaften, aber es wird durch Auszahlungen, Kosten, schwankende Märkte und Inflation belastet.
Beispiel
Entnahmeplan berechnen: Kapital, Auszahlung und Laufzeit
Bei 250.000 € Startkapital, 1.000 € monatlicher Auszahlung, 4 % Renditeannahme und 0,3 % Kosten bleibt im Standardmodell nach 25 Jahren ein Restkapital von 133.702 €. Die heutige Kaufkraft dieses Restkapitals liegt bei rund 81.496 €.
| Szenario | Monatsrate | Auszahlungen gesamt | Restkapital | Status |
|---|---|---|---|---|
| Konstante Auszahlung | 1.000 € | 300.000 € | 133.702 € | reicht im Modell |
| Inflationsangepasst | 1.000 € | 384.364 € | 18.504 € | reicht im Modell |
| Höhere Auszahlung | 1.500 € | 348.892 € | 0 € | aufgebraucht nach 19,4 Jahre |
Risiko
Kapitalverzehr ist nicht automatisch ein Fehler
Manche Entnahmepläne sollen Kapital erhalten, andere sollen Kapital über eine bestimmte Laufzeit verbrauchen. Wichtig ist, diese Entscheidung bewusst zu treffen. Ein sehr hoher Kapitalerhalt kann die Monatsrate begrenzen; ein aggressiver Kapitalverzehr erhöht das Risiko, dass das Geld bei längerer Lebensdauer oder schlechter Marktabfolge nicht reicht.
Inflation
Warum konstante Auszahlungen real schrumpfen
Eine konstante Auszahlung wirkt planbar, verliert bei steigenden Preisen aber Kaufkraft. Eine inflationsangepasste Auszahlung hält den realen Lebensstandard eher stabil, belastet das Kapital jedoch stärker. Der Rechner zeigt deshalb beide Varianten getrennt.