Zinspfad
Navigation öffnen

Ratgeber Altersvorsorge

Rentenlücke verstehen: monatliche Lücke, Kapitalbedarf und Sparrate

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen gewünschtem Ruhestandseinkommen und erwarteten Alterseinkünften. Für die Planung reicht die heutige Lücke nicht aus, weil Inflation den künftigen Monatsbedarf verändert.

Renteninformation als Startpunkt Kaufkraft bis Rentenbeginn berücksichtigen Kapitalbedarf und Sparrate ableiten

Von Dawid Oleksiuk

Zuletzt geprüft am 26. Juni 2026

Methodik

Begriff

Was ist eine Rentenlücke?

Eine Rentenlücke entsteht, wenn erwartete gesetzliche, betriebliche oder private Renten nicht zu deinem gewünschten monatlichen Einkommen im Ruhestand passen. Für den ersten Überschlag nutzt Zinspfad die Werte, die du selbst aus Renteninformation, Verträgen oder vorsichtigen Schätzungen einträgst.

Beispiel

Rentenlücke berechnen: heutige Lücke und künftiger Bedarf

Bei 2.500 € gewünschtem Einkommen, 1.600 € erwarteter Rente und 200 € sonstigen Alterseinkünften fehlen heute 700 € pro Monat. Bei 2 % Inflation werden daraus in 25 Jahren rund 1.148 € künftiger Monatsbedarf.

Fall Lücke heute Lücke bei Rentenbeginn Kapitalbedarf Sparrate
Kleine Lücke 400 € 656 € 141.889 € 251 €
Standardbeispiel 700 € 1.148 € 248.305 € 440 €
Höheres Ziel 1.200 € 1.969 € 425.666 € 754 €

Kapitalbedarf

Aus der monatlichen Lücke wird ein Kapitalbedarf

Der Kapitalbedarf hängt davon ab, wie lange die Lücke gedeckt werden soll und welche reale Renditeannahme nach Kosten und Inflation angesetzt wird. Im Standardbeispiel ergeben 5 % Renditeannahme und 0,3 % Kosten einen Kapitalbedarf von rund 248.305 € bei Rentenbeginn.

Grenzen

Was die Rentenlücken-Rechnung nicht ersetzt

  • Keine Berechnung gesetzlicher Rentenansprüche oder Entgeltpunkte.
  • Keine Steuer-, Krankenversicherungs- oder Pflegeversicherungsrechnung.
  • Keine Garantie, dass Renditeannahmen in der Aufbau- oder Entnahmephase eintreten.
  • Keine individuelle Empfehlung zu ETF, Versicherung oder Rentenprodukt.