Definition
Was ist ein Notgroschen?
Ein Notgroschen ist Geld, das nicht für Rendite optimiert wird, sondern für Zugriff und Stabilität. Er soll helfen, wenn eine Reparatur, eine unerwartete Rechnung, ein Jobwechsel oder eine Einkommenspause kurzfristig Liquidität braucht.
Deshalb trennt Zinspfad den Notgroschen bewusst von ETF-Sparplan und langfristigem Vermögensaufbau. Für diesen Teil ist entscheidend, wie viele Monate deiner notwendigen Ausgaben bereits abgedeckt sind.
Höhe
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Eine brauchbare Orientierung sind mehrere Monate notwendiger Ausgaben. Im Beispiel ergeben 2.000 € monatliche Grundausgaben und 3 Zielmonate einen Zielpuffer von 6.000 €. Bei 2.500 € vorhandener Rücklage fehlen im Modell noch 3.500 €.
| Fall | Zielmonate | Zielrücklage | Lücke | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Stabiles Einkommen | 3 | 6.000 € | 3.500 € | klassische Orientierung |
| Variables Einkommen | 4,5 | 9.000 € | 6.500 € | mehr Puffer |
| Selbstständig | 6 | 12.000 € | 9.500 € | größerer Puffer |
Aufbewahrung
Wo der Notgroschen liegen kann
Für den Notgroschen zählt Verfügbarkeit stärker als die höchste Rendite. Ein getrenntes Tagesgeldkonto kann helfen, Rücklage und Alltagssaldo nicht zu vermischen. Festgeld, ETF oder lange Bindungen passen nur eingeschränkt, weil Geld im Notfall schnell und planbar erreichbar sein sollte.
Pflege
Wann du die Rücklage neu berechnen solltest
- Deine Fixkosten steigen dauerhaft, etwa durch Miete, Energie oder Kreditrate.
- Du wechselst in Selbstständigkeit, Probezeit oder ein variableres Einkommen.
- Eine größere Ausgabe hat den Puffer teilweise aufgebraucht.
- Es kommen Unterhaltspflichten oder weitere Personen im Haushalt hinzu.
- Der Puffer ist sehr viel höher als nötig und blockiert langfristige Ziele.