Kostenarten
Welche ETF-Kosten du unterscheiden solltest
Die TER beschreibt laufende Fondskosten, aber sie ist nicht die einzige Kostenebene. Zusätzlich können Kauf- oder Verkaufskosten, Spreads, Sparplangebühren, Depotentgelte und steuerliche Effekte eine Rolle spielen.
Für einen fairen Vergleich sollte die laufende Produktkostenannahme im Rechner getrennt von Steuern, Inflation und Renditeerwartung betrachtet werden. Sonst wirkt ein günstiger ETF rechnerisch sauberer, als die tatsächliche Depotpraxis später ausfallen kann.
Beispiel
ETF-Kosten im Beispiel: 250 EUR monatlich über 20 Jahre
Bei 250 € monatlicher Sparrate, 6 % Renditeannahme und 20 Jahren Laufzeit liegt der Unterschied zwischen 0,2 % und 1 % laufenden Kosten im vereinfachten Modell bei rund 9.924 € Endwert.
| Laufende Kosten p.a. | Endwert nominal | Kaufkraft nach Inflation |
|---|---|---|
| 0,2 % | 110.707 € | 74.503 € |
| 0,6 % | 105.612 € | 71.074 € |
| 1 % | 100.784 € | 67.824 € |
Abgrenzung
Wann der ETF-Rechner sinnvoller ist als eine Kostenliste
Eine Kostenliste beantwortet nur, was ein Produkt kostet. Der ETF-Rechner zeigt dagegen, wie Kosten mit Sparrate, Laufzeit, Renditeannahme und Inflation zusammenspielen. Genau diese Kombination entscheidet, ob ein Kostenunterschied im Zielvermögen spürbar wird.