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Ratgeber ETF

ETF-Kosten verstehen: TER, Sparplankosten und Renditewirkung

ETF-Kosten wirken unscheinbar, weil sie meist als Prozentwert pro Jahr angegeben werden. Über lange Laufzeiten können TER, Produktkosten, Kaufkosten und Sparplangebühren aber einen sichtbaren Abstand im Endwert erzeugen.

TER und laufende Kosten einordnen Sparplankosten von Produktkosten trennen Kostenwirkung im ETF-Rechner prüfen

Von Dawid Oleksiuk

Zuletzt geprüft am 26. Juni 2026

Methodik

Kostenarten

Welche ETF-Kosten du unterscheiden solltest

Die TER beschreibt laufende Fondskosten, aber sie ist nicht die einzige Kostenebene. Zusätzlich können Kauf- oder Verkaufskosten, Spreads, Sparplangebühren, Depotentgelte und steuerliche Effekte eine Rolle spielen.

Für einen fairen Vergleich sollte die laufende Produktkostenannahme im Rechner getrennt von Steuern, Inflation und Renditeerwartung betrachtet werden. Sonst wirkt ein günstiger ETF rechnerisch sauberer, als die tatsächliche Depotpraxis später ausfallen kann.

Beispiel

ETF-Kosten im Beispiel: 250 EUR monatlich über 20 Jahre

Bei 250 € monatlicher Sparrate, 6 % Renditeannahme und 20 Jahren Laufzeit liegt der Unterschied zwischen 0,2 % und 1 % laufenden Kosten im vereinfachten Modell bei rund 9.924 € Endwert.

Laufende Kosten p.a. Endwert nominal Kaufkraft nach Inflation
0,2 % 110.707 € 74.503 €
0,6 % 105.612 € 71.074 €
1 % 100.784 € 67.824 €

Abgrenzung

Wann der ETF-Rechner sinnvoller ist als eine Kostenliste

Eine Kostenliste beantwortet nur, was ein Produkt kostet. Der ETF-Rechner zeigt dagegen, wie Kosten mit Sparrate, Laufzeit, Renditeannahme und Inflation zusammenspielen. Genau diese Kombination entscheidet, ob ein Kostenunterschied im Zielvermögen spürbar wird.