Zinspfad
Navigation öffnen

Ratgeber

Zinseszins erklärt Sparplan-Grundlagen Cost-Average-Effekt ETF-Einmalanlage Fondssparplan Fondskosten Aktiensparplan ETF vs Fonds Anleihen-ETF Anleihe-Rendite berechnen ETF-Rebalancing Depotübertrag Depot auflösen ETF-Sparplan Kinder Vermögenswirksame Leistungen ETF Sparrate berechnen Sparrate dynamisieren Inflation & Kaufkraft Tagesgeld verstehen Festgeld verstehen Sparbuch-Zinsen Geldmarktfonds Einlagensicherung Zinsen versteuern Notgroschen aufbauen Rendite berechnen Immobilienrendite berechnen Zinsrechnung-Formel Effektiver Jahreszins Verzugszinsen berechnen Entnahmeplan verstehen Auszahlplan verstehen Kapitalverzehr 4%-Regel Finanzielle Freiheit Rentenlücke verstehen Rentenbesteuerung Rente brutto netto Steuerfreibetrag Rente Krankenversicherung Rente Entgeltumwandlung Betriebsrente versteuern Direktversicherung Auszahlung Steuer Private Rentenversicherung Steuer Riester-Rente Steuer Regelaltersgrenze Rentenpunkte Rentenpunkte kaufen Rente mit 63 Rentenabschlag Dividendenrendite berechnen Dividende bei Aktien Aktien verkaufen Steuern Quellensteuer Dividenden Kapitalertragsteuer Kapitalertragsteuer Kirchensteuer Günstigerprüfung Kapitalerträge Anlage KAP ausfüllen Kapitalertragsteuer zurückholen NV-Bescheinigung Kapitalerträge Jahressteuerbescheinigung Verlustverrechnungstopf Abgeltungsteuer ETF-Steuern verstehen ETF verkaufen Steuern Teilfreistellung ETF ETF-Kosten verstehen ETF-Risiko MSCI World Rendite ETF ausschüttend/thesaurierend Sparer-Pauschbetrag Freistellungsauftrag Ehepaar Freistellungsauftrag Überblick Freistellungsauftrag ändern Vorabpauschale ETF

Ratgeber Festgeld

Festgeld verstehen: Zinsen, Laufzeit, Vergleich und Sicherheit

Festgeld wirkt einfach: Betrag, Zinssatz, Laufzeit. Die eigentliche Entscheidung liegt aber in der Bindung des Geldes, der Sicherheit des Angebots und der Frage, was nach Steuer und Inflation real übrig bleibt.

Festgeld und Tagesgeld sauber trennen Zinsbindung und Liquiditaet abwaegen Netto- und Kaufkraftwirkung rechnen

Von Dawid Oleksiuk

Zuletzt geprüft am 23. Mai 2026

Methodik

Grundlagen

Was ist Festgeld?

Beim Festgeld legst du einen Betrag für eine vereinbarte Laufzeit zu einem festgelegten Zinssatz an. Die Planbarkeit ist der Vorteil. Der Nachteil ist die geringere Flexibilitaet, denn vor Ablauf der Laufzeit kommst du in der Regel nicht frei an das Geld.

Deshalb sollte ein Festgeldvergleich nicht nur nach dem höchsten Zinssatz sortiert werden. Wichtig sind Laufzeit, Einlagensicherung, Zinsgutschrift, Mindestanlage, automatische Verlängerung und die Frage, ob du das Kapital wirklich nicht vorher brauchst.

Unterschied

Festgeld oder Tagesgeld: der Unterschied ist vor allem Verfügbarkeit

Tagesgeld ist für flexible Rücklagen gedacht. Der Zinssatz kann sich ändern, dafür bleibt das Guthaben kurzfristig verfügbar. Festgeld ist für planbare Zeiträume gedacht, in denen du auf den Betrag verzichten kannst.

Ein höherer Festgeldzins ist nur dann sinnvoll, wenn die Bindung zum eigenen Liquiditaetsbedarf passt. Bei unsicherem Zeithorizont kann ein etwas niedrigerer, aber flexibler Tagesgeldzins die bessere Planungslogik sein.

Beispiel

Festgeldzinsen berechnen: Laufzeit macht den Unterschied

Im Beispiel werden 20.000 € zu 3 % p.a. angelegt. Bei 24 Monaten entstehen rund 1.200,00 € Bruttozins. Nach vereinfachter Steuerannahme liegt das Netto-Endguthaben bei rund 20.884 €.

Laufzeit Bruttozins Steuerannahme Netto-Endguthaben Kaufkraft
12 Monate 600,00 € 158,25 € 20.442 € 20.041 €
24 Monate 1.200,00 € 316,50 € 20.884 € 20.073 €
36 Monate 1.800,00 € 474,75 € 21.325 € 20.095 €

Checkliste

Vor dem Festgeldabschluss: diese Punkte gehören in die Prüfung

  • Passt die Laufzeit zu geplanten Ausgaben und zur Notreserve?
  • Ist die Einlagensicherung für Betrag, Bank und Land nachvollziehbar?
  • Wird der Zinsertrag laufend oder erst am Ende gutgeschrieben?
  • Verlängert sich das Festgeld automatisch, wenn du nicht kündigst?
  • Ist der nominale Mehrzins nach Steuer und Inflation noch relevant?