Grundlogik
Aktien verkaufen: welche Steuer fällt an?
Wenn Aktien mit Gewinn verkauft werden, zählt der realisierte Veräußerungsgewinn zu den Kapitalerträgen. Die Bank kann Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer einbehalten.
Der Startpunkt ist deshalb: Verkaufserlös minus Anschaffungskosten und relevante Kosten. Ein Verkauf über 16.000 € ist nicht automatisch in dieser Höhe steuerpflichtig, wenn die Aktien zuvor für 12.000 € gekauft wurden. Im Beispiel entsteht zuerst ein Gewinn von 4.000 €.
Beispiel
Aktien verkaufen Steuern: Beispiel mit Gewinn und Verlusttopf
Die Tabelle nutzt 4.000 € Aktiengewinn und modelliert ohne Kirchensteuer. Sie zeigt, warum Pauschbetrag und Aktienverluste vor dem Verkauf geprüft werden sollten.
| Fall | Steuerpflichtig | Steuerannahme | Gewinn nach Steuer |
|---|---|---|---|
| Ohne Pauschbetrag | 4.000 € | 1.055,00 € | 2.945,00 € |
| Mit 1.000 EUR Sparer-Pauschbetrag | 3.000 € | 791,25 € | 3.208,75 € |
| Zusätzlich 1.500 EUR Aktienverlust | 1.500 € | 395,63 € | 3.604,38 € |
Verluste
Aktien mit Verlust verkaufen: Steuerwirkung nicht überschätzen
SEMrush zeigt viel Nachfrage nach Verlust-Beispielen. Wichtig ist die Trennung: Aktienverluste werden steuerlich besonders behandelt und nicht beliebig mit allen Kapitalerträgen verrechnet. Maßgeblich sind Verlustverrechnungstopf, Steuerjahr und Bankabrechnung.
Checkliste
Vor dem Aktienverkauf prüfen
- Anschaffungskosten, Verkaufserlös und Transaktionskosten je Position.
- Verfügbarer Sparer-Pauschbetrag und Freistellungsauftrag.
- Aktien-Verlusttopf und allgemeiner Verlusttopf im Depot.
- Ob ein Depotübertrag oder eine Verlustbescheinigung Steuerdaten verändert.
- Ob Sonderfälle wie Erbschaft, Altbestände oder Auslandssachverhalte vorliegen.