Definition
Was ist ein Geldmarktfonds?
Ein Geldmarktfonds bündelt Kapital vieler Anleger und legt es sehr kurzfristig und geldmarktnah an. Ein Geldmarkt-ETF ist die börsengehandelte Variante eines solchen Fondskonzepts.
Der zentrale Unterschied zu Tagesgeld: Du hast keine Bankeinlage mit gesetzlicher Einlagensicherung, sondern Fondsanteile im Depot. Der Wert kann schwanken, Kosten und Spreads wirken auf das Ergebnis, und der Verkauf läuft über Fonds- oder Börsenabwicklung.
Vergleich
Geldmarktfonds, Geldmarkt-ETF oder Tagesgeld?
| Baustein | Zugang | Risiko | Zinsnähe |
|---|---|---|---|
| Tagesgeld | Bankeinlage, meist täglich verfügbar | Bank- und Einlagensicherung prüfen | Zinssatz kann sich ändern |
| Geldmarktfonds | Investmentfonds mit Abrechnung über Depot | Keine Einlagensicherung, Markt- und Fondskostenrisiko | Nah an kurzfristigen Geldmarktzinsen, nicht garantiert |
| Geldmarkt-ETF | Börsengehandelter Fonds mit Kurs und Spread | ETF-, Kontrahenten-, Zins- und Liquiditätsrisiken prüfen | Kann Geldmarktsätze abbilden, abzüglich Kosten |
Kostenwirkung
Geldmarkt-ETF Rendite: Kosten sind bei kurzen Laufzeiten wichtig
Bei 10.000 € und einer angenommenen Bruttorendite von 3 % wären das 300 € vor Kosten. Bei 0,2 % laufenden Kosten bleiben rechnerisch 285,00 € vor Steuer und vor möglichen Kauf-/Verkaufsspreads. Das ist keine Renditezusage, sondern zeigt nur die Größenordnung.
Grenzen
Wann Geldmarktfonds nicht wie Tagesgeld behandelt werden sollten
- Wenn du zwingend gesetzliche Einlagensicherung statt Fondsrisiko willst.
- Wenn Kaufkosten, Spread und Verkaufstage den Zinsvorteil auffressen können.
- Wenn der Fonds Währungs-, Kontrahenten- oder Laufzeitenrisiken enthält.
- Wenn du eine garantierte Verzinsung oder sofortige Verfügbarkeit erwartest.