Grundprinzip
Was ist Entgeltumwandlung?
Entgeltumwandlung bedeutet, dass du auf einen Teil deines künftigen Bruttogehalts verzichtest und dieser Betrag für eine betriebliche Altersversorgung verwendet wird. Der Vertrag kann zum Beispiel über eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds laufen.
Die Suchfrage "Entgeltumwandlung Steuer" führt oft in die falsche Richtung, wenn nur die Ansparphase betrachtet wird. Der eigentliche Vergleich braucht drei Ebenen: Nettolohn heute, Vertragswert bis zur Rente und Nettoauszahlung im Ruhestand.
Beispiel
Beispiel: 100 € Brutto-Umwandlung plus Zuschuss
Werden monatlich 100 € Bruttogehalt umgewandelt und der Arbeitgeber legt beispielhaft 15 % dazu, fließen 115 € pro Monat in den bAV-Vertrag. Das sind 1.380 € pro Jahr. Dein Nettolohn sinkt aber nicht automatisch um genau 100 €, weil Steuer- und Sozialversicherungswirkung von der Lohnabrechnung abhängen.
Prüfung
Entgeltumwandlung-Rechner: welche Eingaben wirklich zählen
| Baustein | Prüffrage | Warum wichtig? |
|---|---|---|
| Brutto-Umwandlung | Wie viel Gehalt wird vor Auszahlung in die bAV geleitet? | Der Nettolohn sinkt meist weniger als der umgewandelte Bruttobetrag. |
| Arbeitgeberzuschuss | Gibt es mindestens den gesetzlich relevanten oder tariflichen Zuschuss? | Der Zuschuss kann Kosten und niedrigeren Nettolohn abfedern. |
| Kosten des Vertrags | Welche Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten fallen an? | Hohe Kosten können den Steuervorteil langfristig mindern. |
| Auszahlung | Wie werden Steuer, Kranken- und Pflegeversicherung später behandelt? | Die geförderte Ansparphase verschiebt Belastungen häufig in den Ruhestand. |
Grenzen
Wann Entgeltumwandlung nicht automatisch sinnvoll ist
- Der Arbeitgeberzuschuss ist niedrig und der Vertrag hat hohe Kosten.
- Du brauchst kurzfristig mehr Netto-Liquidität als spätere Zusatzrente.
- Eine niedrigere Sozialversicherung kann spätere gesetzliche Ansprüche beeinflussen.
- Die spätere Auszahlung trifft auf Steuer, Krankenversicherung oder Pflegeversicherung.