Grundlogik
Ab wann muss man Rente versteuern?
Gesetzliche Renten gehören steuerlich zu den sonstigen Einkünften. Der Besteuerungsanteil richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns. Für Rentenbeginn 2026 nennt § 22 EStG einen Besteuerungsanteil von 84 %.
Daraus folgt aber nicht automatisch eine Steuerzahlung. Erst zusammen mit weiteren Einkünften, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen, Pauschalen, Kranken- und Pflegeversicherung sowie dem Grundfreibetrag ergibt sich, ob Einkommensteuer entsteht.
Tabelle
Rentenbesteuerung Tabelle: ausgewählte Rentenbeginn-Jahre
| Jahr des Rentenbeginns | Besteuerungsanteil | Einordnung |
|---|---|---|
| 2024 | 83 % | Steuerpflichtiger Anteil der Jahresbruttorente. |
| 2025 | 83,5 % | Steuerpflichtiger Anteil der Jahresbruttorente. |
| 2026 | 84 % | Steuerpflichtiger Anteil der Jahresbruttorente. |
| 2027 | 84,5 % | Steuerpflichtiger Anteil der Jahresbruttorente. |
| 2030 | 86 % | Steuerpflichtiger Anteil der Jahresbruttorente. |
| 2035 | 88,5 % | Steuerpflichtiger Anteil der Jahresbruttorente. |
| 2058 | 100 % | Volle nachgelagerte Besteuerung laut Tabelle. |
Beispiel
Beispiel 2026: steuerpflichtiger Anteil ist nicht die Steuer
Bei 24.000 € Jahresbruttorente und Rentenbeginn 2026 wären im ersten Schritt rund 20.160 € als steuerpflichtiger Anteil zu betrachten. Der rechnerische steuerfreie Teil aus dem Startjahr beträgt rund 3.840 €. Ob daraus Einkommensteuer entsteht, entscheidet erst die vollständige Veranlagung.
Ehepaar
Rentenbesteuerung bei Ehepaaren: nicht einfach verdoppeln
SEMrush zeigt viel Nachfrage nach Ehepaar-Rechnern. Für die Planung ist wichtig: Jede Rente kann einen eigenen Rentenbeginn und damit einen eigenen Besteuerungsanteil haben. Zusätzlich zählen gemeinsame Veranlagung, weitere Einkünfte, Kapitalerträge und Vorsorgeaufwendungen.
Planung
Warum Zinspfad mit Netto- und Kaufkraftannahmen arbeitet
Für die Altersvorsorgeplanung ist die exakte Einkommensteuer erst am Ende des Jahres bekannt. Deshalb arbeitet der Zinspfad-Rentenrechner mit einem vorsichtigen Abschlag für Steuern und Beiträge, statt eine vollständige Steuererklärung nachzubauen. Das passt besser zur Frage, wie groß die Rentenlücke nach Kaufkraft sein könnte.