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Ratgeber Auszahlphase

Kapitalverzehr verstehen: Entnahme, Laufzeit und Restkapital planen

Kapitalverzehr bedeutet, dass ein Vermögen nicht nur Erträge liefert, sondern über Entnahmen bewusst kleiner wird. Das kann geplant sein, muss aber mit Laufzeit, Inflation, Renditeannahme, Kosten und Restkapital zusammen betrachtet werden.

Kapital erhalten oder verbrauchen Monatsrate und Laufzeit prüfen Entnahmeplan-Rechner nutzen

Von Dawid Oleksiuk

Zuletzt geprüft am 27. Juni 2026

Methodik

Definition

Was bedeutet Kapitalverzehr?

Kapitalverzehr liegt vor, wenn regelmäßige Auszahlungen, Kosten und Wertschwankungen das Vermögen über die Zeit reduzieren. Das ist nicht automatisch schlecht: Wer Kapital für den Ruhestand aufgebaut hat, kann es bewusst einsetzen. Kritisch wird es, wenn die Entnahme höher ist als die geplante Laufzeit und das Risiko zulassen.

Rechnerbeispiel

Kapitalverzehr berechnen: 250.000 EUR und verschiedene Monatsraten

Das Beispiel startet mit 250.000 €, 4 % Renditeannahme, 0,3 % Kosten und 25 Jahren Laufzeit. Bei 1.200 € konstanter Monatsrate bleiben im Modell rund 35.236 € Restkapital.

Monatsrate Auszahlungen gesamt Restkapital Status
900 € 270.000 € 182.935 € reicht im Modell
1.200 € 360.000 € 35.236 € reicht im Modell
1.600 € 339.300 € 0 € aufgebraucht nach 17,8 Jahre

Inflation

Inflationsangepasste Entnahme erhöht den Kapitalverzehr

Wenn dieselbe Start-Entnahme jährlich mit 2 % Inflation steigt, liegt das Restkapital im Modell bei rund 0 €. Die reale Kaufkraft der Auszahlungen bleibt stabiler, aber der Kapitalstock wird stärker belastet.

Abgrenzung

Kapitalverzehr, 4%-Regel und Auszahlplan nicht verwechseln

Kapitalverzehr beschreibt den Effekt. Ein Auszahlplan oder Entnahmeplan ist die konkrete Zahlungslogik. Die 4%-Regel ist eine Faustregel für die Entnahmerate. Zinspfad trennt diese Begriffe, damit du im Rechner gezielt Monatsrate, Laufzeit, Restkapital und Inflationsanpassung testen kannst.